Batterien, Posis, Bilgepumpen und das ganze Elektrikgedöns

Moin zusammen,

heute würde ich mich über ein paar Anregungen von Euch freuen.

Nein das ist Gott sei Dank NICHT die Elektrik von einem unserer Folkeboote.

Haut alles raus, was Ihr in Sachen Elektrik an Tipps auf Lager habt!

Gerne unten in die Kommentare posten, dann haben alle etwas davon.

In unseren Schiffen findet man die Batterien an allen möglichen Stellen, Jacaranda beherbergt ihre unter der Bugkoje, Mumi unter den Flurbrettern im Cockpit und die Maj neben der Pantry recht tief in der Bilge.

Wo soll sie im Admiral hin? Wo habt Ihr Eure Batterien eingebaut, falls Ihr überhaupt Elektrik habt?

Ganz vorne ist in Sachen Schwerpunkt sicher ganz geschickt, bedenkt man wieviel Gewicht man am Heck rumschleppt. Außenborder, meist groß und schwer, externer Tank, wenn es nach dem Germanischen Lloyd geht auch noch die Rettungsinsel, Fender, Anker etc., nicht zuletzt sitzen wir selbst meist dort. Also ein vernünftiger Ausgleich. Allerdings muss man lange Kabel verlegen, um den Strom dorthin zu bekommen, wo man ihn braucht. Von der Buglaterne einmal abgesehen ist das am ehesten wohl im Bereich des Cockpits.

Mumis Batterie bringt zusätzliches Gewicht ins Cockpit, nicht ideal, dafür sind die Leitungen vergleichsweise kurz.

Maj ist so ein Zwischending, allerdings sitzt die Batterie so, dass sie bei Wassereinbruch im Vergleich zu den beiden anderen am ehesten davon betroffen wäre!?

Drei verschiedene Positionen, drei verschiedene Vor- und Nachteile!

Was ist also ideal, wie macht Ihr das? Wo sind Eure Ladegeräte und Schaltpanele untergebracht und warum.

Welche Lampen verwendet Ihr, LED, alte Leuchtmitteltechnik, bei uns muss zumindest alles GL-konform sein.
Hat jemand Tipps für schöne, bezahlbare LED-Leselampen. Ach ja, mit welchen elektrischen Bilgepumpen habt Ihr gute oder schlechte Erfahrungen gemacht?

Her mit den Tipps :-)! Und vielen Dank im voraus!

Gruß Mike

 

12 Kommentare

  • Erik Pommer says:

    Moin,

    Den Aspekt mit dem Wasser in der Bilge hatte ich auch sofort im Kopf, da wüde vielleicht ein Edelstahlkasten Abhilfe schaffen?
    Und dann am besten die Batterie direkt hinter den Mast, da müsste der Schwerpunkt doch ganz gut passen, die Wege sind nicht ganz so lang wie aus dem Vorschiff…
    Auf Pommery gibt es aus vergangenen Tagen vorne unter der Steuerbordkoje (neben dem Mast) ein Batteriefach. Inzwischen hat sie aber nur noch eine kleine Batterie (7,2Ah) für die Bilgepumpe, ganz simpel in der Backskiste gelagert mit einem einfachen Kabel über einen „Lichtschalter“ in die Bilge.

    • klassisch says:

      Hm …. auf der anderen Seite…. wenn man so starken Wassereinbruch hat, dass die Batterie unter Wasser steht, hätte das die kleine elektrische Bilgepumpe vermutlich sowieso nicht mehr geschafft. Und eine Handpumpe gibt es ja standardmäßig zusätzlich.
      Das mit der kleinen Batterie ist natürlich eine Option, aber da wir nachtfahrttauglich sein müssen, kommen wir damit nicht wirklich weit. Wenn man das Schiff mit GL zugelassenen LED Posis, Dampferlicht und Ankerlicht ausstattet, muss man leider vorher einen Kredit bei seiner Bank anfragen.

    • Erik Pommer says:

      Das leidige Pumpenproblem…
      Meine mehr ganz gerne dazu, alles anzusaugen was so in die Bilge fallen kann, mit etwas Pech reicht dann eine Müsliroegelverpackung um sie außer Betrieb zu nehmen, oder was nicht passieren sollte: die Batterie ist leer. Ich würde sie also schon wenn in der Bilge, da auch geschützt unterbringen. 😉
      Mit der Beleuchtung hast du natürlich echt Probleme, die Vorschriften sind eben leider auch sehr träge… Eine „Notbeleuchtung“ (bei mir zum anklipsen mit eigenen Batterien) ist für Charter wahrscheinlich nicht zulässig?

  • Marcus Fruggel says:

    Moin Mike,

    auf unserem GFK-Folke ist die Elektrik wie folgt:
    1. Batterie unter Vorschiffskoje – mittschiffs vor dem Schott
    2. Ladegerät & Heizlüfter zwischen Mast und Schott
    3. Landanschluss (Philippi-Stecker und FI-Schalter) an Steuerbord unter Schwalbennest – wollte kein Loch durchs Hauptschott bohren
    4. Stromverteiler an Backbord im Schwalbennest – das war so – hätte ich sonst eher an Stb oder vorne beim Heizlüfter
    5. Batteriehauptschalter an Bb am Kojenbrett – weiß nicht ob der wirklich notwendig ist?
    6. 220Volt Steckdosen – 4mal vorne beim Ladegerät/Heizlüfter und 1mal am Bb Kojenbrett neben dem Kombüsen-Schrank, super für Staubsauger, Wasserkocher und Kühlbox
    7. 12Volt Verbraucher:
    – LED Schwanenhals Innenleuchte an Bb zwischen Schwalbennest und Kombüse
    – USB und 12Volt Steckdose an Bb Hauptschot für Tablett und GPS
    – Steckleuchten für Posi, Dampfer und Hecklicht mit LED Einsätzen (keine deutsche Zulassung, aber EU-konform)

    Gruß
    Marcus

    • klassisch says:

      … danke, ja USB – Slot ist eine gute Anregung. EU Konformität reicht beim Verchartern leider nicht, muss alles BSH zugelassen sein.

    • Marcus Fruggel says:

      war mir klar, das du BSH brauchst – deshalb hatte ich auch EU-Konform dazu geschrieben, weil ich nix beitragen kann

      ABER ACHTUNG BEI USB-PORT:
      der muss über die Bordnetztafel geschaltet sein und darf nicht direkt an der Batterie hängen, ansonsten droht Entladung, weil die auch im Leerzustand nicht Verbrauchs-frei sind!!!

    • klassisch says:

      …. ach das wußte ich nicht, danke für den Tipp, siehste lohnt sich schon 🙂

  • Detlef Lutz says:

    Moin Mike
    Bei unserer Lill ist die Batterie hinterm Mast im ersten Segment wo sie mit ihren 45Ah gerade so reinpasst. Sie ist mit einfachen Schnapperspanngurt über Kreuz an vier Spanten gegurtet. Sie steht auf einer kleinen Greting also nicht direkt auf der Kielplanke.
    Im Schrank auf Stb. Am Hauptschot ist ein Holzkasten mit den nötigen Sicherungen, Schalter , Voltanzeige, 220V Steckdose , 2x 12V Zigarettenanzünder Dose (1x mit Adapter für 2x USB 2000mA versehen) montiert. Die zugehörigen Zuleitungen sind mit 3pol XLR Steckern aus dem Audio Bereich versehen. Im Kasten entsprechende Einbaubuchsen. Diese Stecker sind vergoldet und bei 3poliger Ausführung für ausreichen Ampere dimensioniert. So kann ich den Kasten nur durch ziehen ein paar Stecker im Winter aus dem Boot nehmen und so vor den Umwelteinflüssen schützen. Der Landanschluss ist im Schwalbennest an Stb. Untergebracht. Auf der Innenseite im Schrank ist eine übliche Aufbausteckdose montiert. So kann zw. dem demontierbaren Schaltkasten und dieser Steckdose noch bei Bedarf ein Handelsüblicher loser FI Schalter gesteckt werden.
    Ich habe mir bei der Elektrik an Bord ( vor allem im Bilgepumpenbereich) angewöhnt die Kabel mit den Kabelschuhen nach dem quetschen noch zu verlöten und mit Transparenten Schrumpfschlauch zu versehen. Das in unserem Bereich mit den Stromabnehmern die Gefahr besteht das die Kabel so warm werden das sich das Lot lösen kann ist wohl eher unwahrscheinlich. Denn im Licht oder KFZ Bereich ist das Löten nicht mehr zulässig so weit ich weiß. Nur auf die Weise ist ein oxidieren im Quetschbereich ausgeschlossen.
    Wenn Interesse an Bildern besteht bitte eine Info wo hingesendet werden soll. Hier kann man ja nix anhängen, oder?
    Herzliche Grüße aus Hamburg
    Detlef

    • klassisch says:

      Moin Detlef,
      vielen Dank für die wertvollen Tipps. Ja schicke gerne Bilder an info@klassisch-am-wind.de, ich werde sie dann mit Hinweis auf Dich im Blogbeitrag unterbringen.
      Danke im voraus und einen schönen Abend noch.

      Gruß Mike

  • Lars says:

    Moin Mike und alle anderen,

    ich habe mit meiner Neuerwerbung demnächst eine Überführungsfahrt vom Öresund nach D vor. Das Boot (Seldén Bau, 1965) ist von den Voreignern in seiner Ausstattung sehr einfach gehalten worden (was ich schätze). Keine Elektrik. Es ist jedoch eine Dreifarbenlaterne im Topp vorhanden, die lange nicht mehr benutzt wurde. Für den Törn will ich diese wieder in Gang bringen (für unsichtiges Wetter, Nachtfahrten nicht vorgesehen). Geplant ist Kabelführung entlang am Achterstag. Nur wie könnte es dann weitergehen? Was ist zu beachten? Welche Batterie ist zweckmäßig? Es soll erstmal eine provisorische Lösung für diesen Törn sein.

    Danke und Gruß
    Lars

    • klassisch says:

      Moin Lars,
      das ist ja schön, Glückwunsch zum eigenen Schiff. (Naja charterst jetzt ja nicht mehr hm hm).
      Also für die provisorische Frage hast Du ja schon eine Lösung, oben Lampe unten Batterie und dazwischen Kabel :-)!
      Alles weitere richtet sich nach Vorlieben und Budget. Wenn schon, würde ich BSH zugelassene Laternen verwenden, dann hat man auch bei einem hoffentlich nie eintretenden Unfall kein Problem.
      Ich würde abnehmbare Lampen nehmen, da man sie ja nur sehr selten nutzt und sie sonst eigentlich immer im Weg sind. LED ist wegen des Stromverbrauchs und unserer eher kleinen Batterien schon fast Pflicht.
      Es gibt auch seeeehr flache zugelassenen LED Posis, allerdings sind die auch sehr teuer, aber man kann sogar drauf treten, ohne dass sie leiden. Wäre da nicht der Preis, wäre das mein Favorit.
      Wenn Du komplett für alle Situationen vorbereitet sein willst, brauchst Du auch noch ein Dampferlicht: Nachts unter Motor!
      Ideale Kombi wäre also Dreifarbenlaterne LED im Masttop, Dampferlicht in 2m Höhe am Mast und Posis an Deck. (Die braucht man nur, weil das Dampferlicht mindestens 1m über den Positionsleuchten angebracht sein muss.

      Beste Grüße
      Mike

  • Lars says:

    Moin Mike,

    Besten Dank, wenn der Dampfer und ich uns aneinander gewöhnt haben, komme ich mal zu einem Eurer Treffen.
    Die Überführung (nicht einhand!) wird sicher ähnlich aufregend wie Deine ‚Maj-aus- Vordingborg -abhol‘- Geschichte, wobei ich das Boot bereits im September besichtigt, gekauft und gerade zur Winterpflege besucht habe.

    Gruß
    Lars

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